< < < Kurze Einführung in die Geschichte der Feuerwehr Künzing > > >


Rückblick

Die Geschichte des Feuerlöschwesens in Künzing beginnt nicht erst am Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr am 1. Januar 1870, sondern schon früher. Erste Hinweise finden sich im Beschlussbuch der Gemeinde. Demzufolge hat im Schulhaus zu Künzing am 1. Oktober 1866 die versammelte Gesamt-Gemeinde mit Akklamation bestimmt, dass eine Anschaffung einer Feuerspritze höchst notwendig sei. Zwar gab es in Künzing zu dieser Zeit bereits eine Feuerspritze, die aber taugte nicht mehr viel. Am 1. Januar 1870, ein Samstag, wurde die Freiwillige Feuerwehr Künzing gegründet. das Gründungsprotokoll ist zwar nicht mehr vorhanden, auch beginnt die Chronik erst 34 Jahre später, doch das genaue Geburtsdatum hat die Feuerwehr dennoch schriftlich und das gleich mehrfach. Unter anderem in der Stammliste der Feuerwehr Künzing und dem Verzeichnis der Feuerwehren des Bayerischen Landes-Feuerwehr-Verbandes.

Die erste Fahnenweihe erfolgt am 23. Juni 1895, wobei bereits am 9. Juni 1872 das Feuerwehrcorps Künzing ein Gründungsfest mit Übergabe der Feuerwehrstandarte gefeiert hat. Dieses Gründungsfest fand wohl deshalb erst zwei Jahre nach der eigentlichen Gründung statt, da nurn genug Geld für die Standarte in der Kasse war und es eine stattliche Anzahl an Mitgliedern gab, um sich auch sehen zu können.

Nur noch Bilder gibt es von den alten Feuerwehrspritzen, die in Künzing eingesetzt wurden. Diese waren eine im Jahr 1887 gekaufte vierrädrige Saug- und Druckspritze der Nürnberger Firma Justus Christian Braun (siehe mittlere Zeichnung) sowie die erste Motorspritze der Firma Paul Ludwig aus dem Jahre 1932 (siehe rechte Zeichnung).



erstes Feuerwehrgerätehaus in Künzing seit 1870 bis heute
Saug- und Druckspritze aus dem Jahr 1887
Motorspritze TS aus dem Jahr 1932

Diese Spritze wurde ab 1950 an einen Mannschafts- und Gerätewagen angehängt, den man vom Roten Kreuz übernommen hatte und bis 1956 in Dienst behilt. 1954 wurde eine neue Motorspritze der Firma Ziegler angeschafft. Dafür gab es 1957 einen Tragkraftspritzen-Anhänger, mit dem man die Spritze zum Brandort ziehen konnte. Er war bis 1972 im Einsatz.



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Borgward aus dem Jahr 1972

1972 gab es dann ein "richtiges" Feuerwehrauto für die Künzinger Kammeraden. Ein Borgward B2000 (Bild oben rechts). Das Auto kam aus den Beständen der Bundeswehr und wurde von einer Firma zum Feuerwehrauto umgebaut. Es diente der Wehr erst als Tragkraftspritzenfahrzeug, später als Sonderfahrzeug. 1991 wurde es an die Feuerwehr Mehrschwitz abgegeben.

1981 wurde der Fuhrpark durch ein Tragkrafdtspritzenfahrzeug (Bild unten mitte) auf Mercedes erweitert. Der Ausbau stammt von der Firma Paul Ludwig, die Tragkraftspritze von der Firma Magirus. Dieses Fahrzeug ist bis heute noch im Dienst.

Mit den steigenden Anforderungen an die Wehr wurde ein Neubau des Gerätehauses (Bild unten rechts) notwendig, das am 17. September 1982 eingeweiht wurde. Mit dem Haus erhielt die Feuerwehr zwei Stellplätze, Schulungsraum und Küche. Atemschutzwerkstatt, Kommandantenbüro und weitere sanitäre Anlagen baute man 1991 an.



Tragkraftspritzenfahrzeug seit 1981 im Dienst
Feuerwehrgerätehaus von 1982 bis heute

Anfangs standen der Künzinger Wehr nur ein paar Löschweiher zur Verfügung, was immer wieder zu Mangel an Löschwasser führte. Erst durch den Ausbau der zentralen Wasserversorgung entspannte sich die Situation. Mittlerweile kann man auch in Langburg, Langkünzing und Herzogau Wasser aus Hydranten entnehmen. In den anderen umliegenden Ortschaften befinden sich Löschweiher.

Noch einsatzfähiger wurde die Künzinger Wehr mit der Indienststellung des Löschfahrzeug 16/12 (Bild unten links) im Jahr 1991. Das Fahrzeug wurde mit 1200l Wasser, schwerem Atemschutz, Stromerzeuger, Beleuchtung, Rettungsspreizer und Rettungsschere ausgestattet. . Mit dieser Anschaffung stieg die Feuerwehr zur Stützpunktwehr auf. Auch dieses Fahrzeug ist heute noch im Dienst.

Bis heute erhalten ist die alte Fahne, die 1930 zum 60-jährigen Jubiläum geweiht wurde. Die bis heute benutzte Fahne wurde 1967 angeschafft. Damals nicht unüblich wurde das Jubiläum nicht zur genauen Jährung (nämlich 100 Jahre) gefeiert, sondern in dem Falle drei Jahre früher. Das letzte große Fest feierte die Wehr am 1./2. Juli 1995 mit dem 125-Jährigen Bestehen der FF Künzing (Bild unten mitte).

Im Jahr 1998 wurde der Fuhrpark durch ein Mehrzweckfahrzeug (Bild unten rechts) vom Typ VW LT 28 erweitert. Er wurde von der Deutschen Bahn gebraucht gekauft und in Eigenregie ausgebaut. Die Kosten für die Anschaffung und für den Ausbau hatte die Wehr komplett selbst übernommen. Das Mehrzweckfahrzeug wurde im neuen Feuerwehrgerätehaus untergebracht und das alte Feuerwehrhaus am Pfarrhof erhielt für die Unterbringung des Tragkraftspritzenfahrzeugs bis heute wieder eine neue Verwendung.



Löschgruppenfahrzeug 16/12 seit 1991 im Dienst
Mehrzweckfahrzeug von 1998 bis 2006 im Dienst

Die Beladung des Löschgruppenfahrzeugs wurde in den letzten Jahren mit einem Satz hydraulischer Rettungszylinder, einem Pedalschneider sowie einer Bahnerdungsanlage ergänzt. Im Juni 2006 wurde das alte Mehrzweckfahrzeug durch ein neues Mehrzweckfahrzeug vom Typ Mercedes Sprinter (Bild unten Links) ersetzt. Dieses vielseitig einsetzbare Fahrzeug transportiert 9 Einsatzkräfte, Material zur Verkehrsregelung, Ölbindemittel.. Außerdem ist hier Platz für dei Einsatzleitung mit Funkgeräten, Arbeitstisch und Kartenmaterial . Gernauso wichtig ist es aber auch für die Jugendarbeit, wo es häufig zum Einsatz kommt.

Der alte hydraulische Rettungssatz (bestehend aus Motorpumpe, Spreiz- und Schneidgerät) wurde ebenfalls durch ein zeitnahes Gerät der Firma Weber Hydraulik ersetzt um auch in den kommenden Jahren den steigenden Anforderungen der Automobilindustrie gewachsen zu sein. Das Mehrzweckfahrzeug wurde 2009 durch die Eigenanschaffung eines elektronischen Lüfters (Bild unten Mitte) ergänzt. Im Jahr 2011 wurde ein Wassersauger (Bild unten Rechts) sowie ein Rettungsbrett zum Fixieren von Patienten (Bild unten Rechts) vom Typ Spineboard angeschafft.

luefter
(hier folgt ein Bild vom Spreizer)
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Inbetriebnahme Lüfter

Über die Gemeinde Künzing (rot eingezeichnet)
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Die Gemeinde Künzing mit überwiegend ländlicher Struktur ist im Donautal gelegen und befindet sich 310 m ü.N.N. Auf 950 ihrer etwa 4000 ha Fläche sprießen Wälder. Sie ist Heimat von ca. 3.400 Einwohnern, welchen es möglich ist, mit Bus oder Auto den ganzen Landkreis zu erreichen.

In Künzing lädt das im Juli 2001 eröffnete "Museum Quintana - Archäologie in Künzing" zu einer Zeitreise durch 7000 Jahre Siedlungsgeschichte der Region ein. Anschaulich und bunt vermitteln dem Besucher Modelle und Inszenierungen das Leben in Künzing von der Steinzeit über die römische Besatzung bis zu den Bajuwaren des frühen Mittelalters.

In einer der gepflegten Gaststätten (mit oder ohne Übernachtungsmöglichkeit) kann man sich die durch gut bürgerliche Küche des Donautals verwöhnen lassen, sich in einer der zahlreichen Freizeiteinrichtungen, wie Freibad und Sportanlagen aufhalten, oder einfach die frische Luft beim Wandern und Radeln auf den gut ausgebauten Wegen genießen.

Mehr über Künzing erfahren

Anschrift:
Gemeinde Künzing
Osterhofener Straße 2
94550 Künzing

Tel.: (0 85 49) 97 31-0
Fax: (0 85 49) 97 31-11

E-Mail: info@kuenzing.de
Online: www.kuenzing.de



Das Schutzgebiet der Feuerwehr Künzing
Bundesstraße 8
Donau
ICE Strecke Regensburg-Passau

Das unmittelbare Schutzgebiet der Freiwilligen Feuerwehr Künzing entspricht der Fläche der Gemeinde Künzing  sowie im Bereich der "Technischen-Hilfe-Leistung" im Osten bis kurz vor Vilshofen, im Westen bis Ortsausgang Osterhofen; im Norden bis zum Fuße der Donauwaldbrücke bei Winzer und im Süden bis zum Ortsausgang Forsthart.

Gemeinde Künzing
Forst bei Forsthart
DEG 37 und andere Gemeindestraßen

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